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  "title": "Metallographie von Titan und Titanlegierungen verstehen",
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  "company": "Struers",
  "category": "Lapping, honing & superfinishing",
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  "language": "de",
  "source_url": "https://www.struers.com/de/knowledge/materials/titanium",
  "content_html": "<h2>Metallographische Präparation von Titan und Titanlegierungen</h2><p>Titan ist ein sehr zähes Metall, was das Trennen, Schleifen und Polieren bei der Präparation für die mikroskopische Betrachtung erschwert. In dieser Anleitung sind die effizientesten Möglichkeiten zur Präparation von Titan und Titanlegierungen für die metallographische Untersuchung mit genauen, reproduzierbaren Ergebnissen beschrieben.</p><p><a href=\"/files/struers-file-b323adb390fe72584d3c5044/titanium.pdf\">Hier finden Sie die vollständige Application Note</a></p><img src=\"/files/struers-file-802318bb71263fbde010d9e5/titanium-signifyer-1600x500px_e5ff9420.jpg\" alt=\"\" loading=\"lazy\"><h2>Die wichtigsten Eigenschaften von Titan und Titanlegierungen</h2><p>Titan zeichnet sich insbesondere durch die beiden folgenden Eigenschaften aus:</p>\n<ul>\n<li>Hohe Korrosionsbeständigkeit: Durch seine hohe Affinität zu Sauerstoff bildet sich eine dünne, dichte und stabile, selbstheilende Oxidschicht, die einen effektiven Schutz gegen beginnende Korrosion, verursacht durch eine Reihe von Chemikalien, darstellt.</li>\n<li>Gutes Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht Diese Eigenschaft wird selbst bei hohen Temperaturen beibehalten.</li>\n</ul>\n<p>Aufgrund der Beständigkeit gegenüber Chemikalien und dem guten Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht werden Titan und seine Legierungen insbesondere in der Luft- und Raumfahrt sowie in der chemischen und medizintechnischen Industrie verwendet, wo Sicherheit und Qualitätskontrolle höchsten Stellenwert haben. Daraus ergibt sich, dass materialographische Präparation und Analyse von Titan große Bedeutung hat. <br><br>Das Hauptproblem bei der Präparation von Titan und Titanlegierungen für die mikroskopische Gefügebeurteilung ist die hohe Zähigkeit, wodurch der Werkstoff zu mechanischer Verformung neigt.<br><br>Dieser Aspekt muss beim Trennen, Schleifen und Polieren berücksichtigt werden.</p><h2>Metallurgie und Gefüge von Titan und Titanlegierungen</h2><p>Die Metallographie von Titan ist ein integraler Bestandteil der Qualitätssicherung von Titan und seinen Legierungen, von der Überwachung des ersten Herstellungsprozesses über das Prüfen der Porosität bei Gussteilen bis zur Kontrolle der Wärmebehandlung. Zusätzlich spielt die Metallographie eine wichtige Rolle bei der Forschung und Entwicklung von Titanlegierungen und -produkten. <br><br>Kommerzielles Titan und Titanlegierungen sind in 4 Gruppen unterteilt:</p>\n<ul>\n<li>kommerzielles reines Titan</li>\n<li>α- und α-ähnliche Legierungen, wie Ti-6Al-2Sn-4Zr-2Mo</li>\n<li>α/β-Legierungen, wie Ti-6Al-4V</li>\n<li>β-Legierungen mit hohem Vanadium-, Chrom- und Molybdängehalt</li>\n</ul>\n<p>Titan liegt unterhalb von 882 C als dichtes hexagonales α-Titan vor, oberhalb dieser Temperatur geht es allotropisch in kubisch raum-zentriertes β-Titan über. Diese Umwandlung ermöglicht Legierungen mit α-, β- oder α/β-Mischgefügen und die Möglichkeit für Wärmebehandlungen und thermo-mechanische Behandlungen. <br><br>So kann mit einer verhältnismäßig geringen Anzahl von Legierungsbestandteilen ein breiter Bereich von Eigenschaften abgedeckt werden.<br><br>Um jedoch die gewünschte Kombination aus Gefüge und Eigenschaften zu erhalten, muss der Herstellungsprozess engmaschig überwacht werden. Dies macht die Metallographie unabdingbar. <br><br>Der Zusammenhang zwischen Warmumformung, Wärmebehandlung, Gefüge und Materialeigenschaften in der Herstellung von Titan ist sehr komplex.<br><br>Im Folgenden werden einige der herkömmlichsten Arten von möglichen Titangefügen beschrieben.</p>\n<p><img src=\"/files/struers-file-5bdb9009b64999274bdc6d46/fig-9-974x732px_c8fec5b7.jpg\" alt=\"Titan\" width=\"500\" height=\"376\" loading=\"lazy\">Abb. 1:<br><br>Kornstruktur eines kommerziellen Reintitans, das mechanisch durch Biegen verformt wurde. Die Zwillingsbildung durch die mechanische Verformung ist deutlich zu sehen. Polarisiertes Licht, 100x</p>\n<p>Abb. 2:<img src=\"/files/struers-file-4e91144e138c24a4373d71fb/fig-10-974x732px_6a66e20f.jpg\" alt=\"Titan\" width=\"500\" height=\"376\" loading=\"lazy\"><br><br>Gefüge einer geschmiedeten α-β-Ti-6Al-4V-Legierung nach Glühen. Ätzung: nach Kroll. 400x</p>\n<p><img src=\"/files/struers-file-ba9ea755f8a0178a8f2e5a36/fig-11-974x732px_e0725633.jpg\" alt=\"Titan\" width=\"500\" height=\"376\" loading=\"lazy\"><br>Fig. 3: α-β-Ti-6Al-4V-Legierung mit einer weißen, spröden „α case“-Randschicht.<br>Ätzung: nach Weck. Obwohl die Warmumformung unter kontrollierter Atmosphäre abläuft, kann Titan schon bei niedrigen Temperaturen Sauerstoff aufnehmen, welches zu einer harten Randschicht führt, „α-case“ genannt. Diese spröde Schicht kann nur mechanisch entfernt werden. 50x</p>\n<p>Abb. 4:<img src=\"/files/struers-file-cf740d36d91d6d98a8695c8d/fig-12-974x732px8_0d0caf4a.jpg\" alt=\"Titan\" width=\"500\" height=\"376\" loading=\"lazy\"><br><br>β Gefüge eines Längsschnitts durch eine Platte, die Legierung ist Ti-15V-3Al-3Sn-3Cr. Sie wird in der Luftfahrt wegen ihrer hervorragenden mechanischen Eigenschaften verwendet. Ätzung: Anlaufätzung 50x</p><h2>Präparation von Titan und Titanlegierungen: Trennen &amp; Einbetten</h2><h2>Trennen von Titan und Titanlegierungen</h2><p>Aufdrund der hohen Zähigkeit wird bei der mechanischen Bearbeitung oder beim Trennen von Titan häufig ein langer Span erzeugt. Dies macht das metallographische Trennen mit herkömmlichen Aluminiumoxid-Trennscheiben ausgesprochen ineffizient, da während des Trennens leicht eine Überhitzung entsteht (siehe Abb.5)<br><br>Deswegen empfiehlt es sich, eine speziell für diesen Zweck entwickelte<span> </span><a href=\"https://e-shop.struers.com/US/EN/products/Cutting/Silicon_carbide_cut-off_wheels\" rel=\"noopener noreferrer\">Siliziumkarbid-Trennscheibe</a><span> für Titan zu verwenden (z. B. 20SXX).</span><br><br>Beim Trennen von Titan entwickelt sich auch ein ganz typischer Geruch, der sehr durchdringend werden kann, wenn große Stücke oder eine große Zahl getrennt werden. Für diesen Fall sollte ein Abzug an die Trennmaschine angeschlossen werden.</p>\n<p>Abb. 5:<img src=\"/files/struers-file-4b12d1fb3922a4d900cba36a/fig-1-974x732px_241a291f.jpg\" alt=\"Titan\" width=\"500\" height=\"376\" loading=\"lazy\"><br><br>Titan kann beim Trennen schnell überhitzen und große Grate bilden</p>\n<h2>Einbetten von Titan und Titanlegierungen</h2>\n<p>In den Betrieben in denen Titan erschmolzen wird, werden hauptsächlich größere Schliffe von Gußblöcken, Knüppeln und Brammen uneingebettet metallografisch vorbereitet. Bei kleineren Teile, z. B. Drähte und Schrauben, empfiehlt sich das Einbetten, um die Präparation zu vereinfachen und optimale Ergebnisse bei Genauigkeit und Reproduzierbarkeit zu erreichen.<br><br>Geeignet ist sowohl ein Warmeinbetten mit Phenolharz (<a href=\"https://e-shop.struers.com/US/EN/products/Mounting/Hot_mounting_resin?sortById=1&amp;filter=MultiFast\" rel=\"noopener noreferrer\">MultiFast</a>) als auch das Kalteinbetten mit langsam aushärtendem Epoxidharz (<a href=\"https://e-shop.struers.com/US/EN/products/Mounting/Cold_mounting_resin?sortById=1&amp;filter=EpoFix\" rel=\"noopener noreferrer\">EpoFix</a>).<br><br><em>Weitere Informationen</em></p>\n<ul>\n<li>Mehr Informationen, Expertenwissen und Erfahrungen finden Sie in unserem Abschnitt über <a href=\"https://www.struers.com/de-DE/Knowledge/Cutting\" rel=\"noopener noreferrer\">Trennen</a>  und<a href=\"https://www.struers.com/de-DE/Knowledge/Mounting\" rel=\"noopener noreferrer\"> Einbetten</a> .</li>\n<li>Hier finden Sie einen Überblick über <a href=\"https://www.struers.com/de-DE/Products/Cutting\" rel=\"noopener noreferrer\">Trenn-</a>  und <a href=\"https://www.struers.com/de-DE/Products/Mounting\" rel=\"noopener noreferrer\">Einbettgeräte</a> .</li>\n<li>Hier finden Sie <a href=\"https://www.struers.com/de-DE/Products/Cutting/Cutting-consumables\" rel=\"noopener noreferrer\">Verbrauchsmaterialien</a>  und <a href=\"https://www.struers.com/de-DE/Products/Cutting/Cutting-accessories\" rel=\"noopener noreferrer\">Zubehör</a>  zum Trennen sowie <a href=\"https://www.struers.com/de-DE/Products/Mounting/Mounting-consumables\" rel=\"noopener noreferrer\">Verbrauchsmaterialien</a>  und <a href=\"https://www.struers.com/de-DE/Products/Mounting/Mounting-accessories\" rel=\"noopener noreferrer\">Zubehör</a> zum Einbetten.</li>\n</ul>\n<p><a href=\"/files/struers-file-49486c87c67139f05575f9f9/siemens-grinding-and-polishing-de.pdf\" rel=\"noopener noreferrer\">Referenzbericht: Präparationszeit für Titan verkürzt von 60 auf 11 Minuten</a></p><h2>Präparation von Titan und Titanlegierungen: Schleifen und polieren</h2><p>Titan ist ein sehr zähes Metall und neigt deswegen bei der metallographischen Präparation zu mechanischer Verformung und Kratzerbildung. Aus diesem Grund sollte das Diamantpolieren insbesondere bei kommerziellem Reintitan vermieden werden, da dadurch ständig neue mechanische Verformungen an der Oberfläche in Form von Kratzern und Verschmieren erzeugt werden. Wenn diese Verformungsschicht erst einmal vorhanden ist, lässt sie sich nur schwer wieder entfernen. Aus diesem Grund ist ein chemisch-mechanisches Polieren empfehlenswert.</p>\n<p>Abb. 6:<img src=\"/files/struers-file-1ed125cefc35f3aa00d2a431/fig-2-974x732px_d949cd50.jpg\" alt=\"Titan\" width=\"500\" height=\"376\" loading=\"lazy\"><br><br>Aufgrund seiner Zähigkeit verformt Titan leicht und bildet Kratzer. DIC, 50x</p><h2>3-Stufen-Methode zum Schleifen und Polieren von Titan und Titanlegierungen</h2><p>Diese automatische 3-Stufen-Methode ist ein bewährtes Verfahren, mit dem sehr gute, reproduzierbare Ergebnisse für Titan und Titanlegierungen erreicht werden. (Weitere Einzelheiten siehe Tabelle 1.)<br><br><em>1.</em> <em>Schritt</em><br>Planschleifen mit Kunstharzgebundener Diamantschleifscheibe, wie<span> </span><a href=\"https://webshop.struers.com/de/search?query=MD-Mezzo&amp;page=1\" rel=\"noopener noreferrer\">MD-Mezzo</a>. (Hinweis: Beim Planschleifen von Reintitan sollte<span> </span><a href=\"https://webshop.struers.com/de/our-products/grinding?subCategory=SiC+Grinding+Foils\" rel=\"noopener noreferrer\">SiC-Folie</a><span> verwendet werden, siehe Tabelle 2).</span><br><br><em>2. Schritt<br></em>Feinschleifen auf harter Oberfläche, wie<span> </span><a href=\"https://webshop.struers.com/de/search?query=MD-Largo,&amp;page=1\" rel=\"noopener noreferrer\">MD-Largo</a><span> oder </span><a href=\"https://webshop.struers.com/de/search?query=MD-Plan,&amp;page=1\" rel=\"noopener noreferrer\">MD-Plan</a>, wobei als Abrasiv eine 9-µm-Diamantsuspension, wie<span> </span><a href=\"https://webshop.struers.com/de/search?query=diapro&amp;page=1\" rel=\"noopener noreferrer\">DiaPro Plan 9</a><span> verwendet wird.</span><br><br><em>3. Schritt<br></em>Chemisch-mechanisches Polieren mit einer Mischung aus Siliziumdioxid (<a href=\"https://webshop.struers.com/de/search?query=OP-S&amp;page=1\" rel=\"noopener noreferrer\">OP-S</a>) und Wasserstoffperoxid (Konzentration 10–30 %). Die Präparationszeit hängt von der Probenoberfläche und der Legierung ab. Mit zunehmender Größe der Probe und zunehmendem Reinheitsgehalt von Titan verlängert sich auch die Zeit für das Endpolieren. Bei kommerziell reinem Titan kann dies bis zu 45 Minuten dauern.<br><br>Das Polieren wird fortgesetzt, bis die Oberfläche im Lichtmikroskop weiß erscheint. Titan und seine Legierungen sehen in der Regel nach dem Polieren sehr sauber aus. Das bedeutet, dass kleine, schwarze Punkte auf der Oberfläche nach dem Polieren mit großer Wahrscheinlichkeit Überreste der mechanischen Verformung vom Schleifen darstellen. Das chemisch-mechanische Polieren muss so lange fortgesetzt werden, bis diese Artefakte entfernt sind. Wenn die Oberfläche gut poliert ist, kann man ohne Ätzung im polarisierten Licht das Gefüge sehen.</p>\n<p>Tabelle 1:<img src=\"/files/struers-file-86af1d247021ddca5c1a5fe8/table-1-grey_81a48d12.jpg\" alt=\"\" loading=\"lazy\"><br><br>Allgemeine, automatische Präparationsmethode für Titanlegierungen mit mindestens Gütegrad 5 mit nicht eingebetteten Proben mit 30 mm Ø. Bitte beachten, dass die Polierzeit in Abhängigkeit <br>von der Reinheit und der Oberfläche variieren kann.<br><br><a>* 90% </a>OP-S <a>gemischt mit 10–30 % H</a>2<br>O<br>2 (30 %). ** Die Polierzeit hängt von der Probenfläche ab. Sehr große Proben erfordern eine längere Polierzeit als kleine Proben.***<br><br>Zur Vermeidung von Stiftformen bei der Einzelprobenpräparation von eingebetteten Proben auf 25 N reduzieren.<br><br>Hinweis: Während der letzten 20–30 Sekunden des Präparationsschritts mit <a>OP-S</a> wird das rotierende Tuch mit Wasser gespült. Dadurch werden Proben, Tuch und Probenhalter gereinigt.</p>\n<p>Tabelle 2:<img src=\"/files/struers-file-c4f4dbf8c8bab17667482d55/table-2-grey_5a6f4cb0.jpg\" alt=\"\" loading=\"lazy\"><br><br>Allgemeine, automatische Präparationsmethode für reines Titan Gütegrad 1–4 mit nicht eingebetteten Proben mit 30 mm Ø. Bitte beachten, dass die Polierzeit in Abhängigkeit von der Reinheit und der Oberfläche variieren kann. * 80 % OP-S + 10 % H2O2 (30 %) + 10 % NH4OH (25 %).</p>\n<p>Abb. 7:<br><br><img src=\"/files/struers-file-d919541c00c2004b16965872/fig-8-974x732px_01018a8c.jpg\" alt=\"\" loading=\"lazy\"><br>Querschliff einer Stange aus Reintitan, elekrolytisch poliert. Polarisiertes Licht. 100x</p><h2>Chemikalien zum Polieren von Titan und Titanlegierungen</h2><p><em>Mischung aus Siliziumdioxid (OP-S) und Wasserstoffperoxid</em><br>Im Gegensatz zu anderen Siliziumdioxiden wurde<span> </span><a href=\"https://e-shop.struers.com/US/EN/products/Polishing/Silica_Oxide?_ga=2.93577373.1225883543.1584946422-235035467.1581327058\" rel=\"noopener noreferrer\">OP-S</a><span> speziell für die Verwendung mit chemischen Zusätzen entwickelt ohne zu gelieren und eignet sich deswegen gut für das Polieren von Titan.</span><br><br>Das Reaktionsprodukt des Wasserstoffperoxids mit Titan wird bei dem chemisch-mechanischen Poliervorgang ständig durch das Siliziumdioxid von der Probenoberfläche entfernt, die dadurch verformungsfrei bleibt. Für das Arbeiten mit Wasserstoffperoxid sollten Schutzhandschuhe getragen werden<br><br><em>Mischungen aus Salpeter- und Flussäure</em><br>Für das chemisch-mechanische Polieren von Titan können auch Mischungen aus Salpeter- und Flussäure verwendet werden. Diese Mischungen wirken vielleicht schneller, Struers empfiehlt sie aber nicht da, sie sehr korrosiv sind und beim Polieren die richtigen Sicherheitsmassnahmen im Umgang mit diesen Säuren berücksichtigt werden müssen.</p>\n<p>Abb. 8:<img src=\"/files/struers-file-1f58c13dee2b961c7d65c91a/fig-7-974x732px_dc10271f.jpg\" alt=\"Titan\" width=\"500\" height=\"376\" loading=\"lazy\"><br><br>Titan nach Diamantpolitur mit 3 μm mit schwer zu entfernender Verformung und Kratzern</p><h2>Effektives Waschen der Proben</h2><p>Bei der Verwendung von Siliziumdioxid (<a href=\"https://e-shop.struers.com/US/EN/products/Polishing/Silica_Oxide?_ga=2.93577373.1225883543.1584946422-235035467.1581327058\" rel=\"noopener noreferrer\">OP-S</a>) ist zu beachten, dass das Poliertuch vor dem Polieren zuerst angefeuchtet werden muss.</p>\n<ol>\n<li>Außerdem ist es wichtig, dass am Ende des Poliervorgangs, ungefähr 20–30 Sekunden bevor das Poliergerät anhält, das Wasser aufgedreht wird, das <a href=\"https://e-shop.struers.com/US/EN/products/Polishing/Silica_Oxide?_ga=2.93577373.1225883543.1584946422-235035467.1581327058\" rel=\"noopener noreferrer\">OP-S</a> von Proben, Halter und Tuch wäscht.</li>\n<li>Danach werden die Proben einzeln unter fließendem Wasser mit einem neutralen Reinigungsmittel gereinigt,</li>\n<li>mit Ethanol abgespült und mit einem starken Luftstrom getrocknet. Falls <a href=\"https://e-shop.struers.com/US/EN/products/Polishing/Silica_Oxide?_ga=2.93577373.1225883543.1584946422-235035467.1581327058\" rel=\"noopener noreferrer\">OP-S</a>-Reste auf den Proben zurückbleiben muss die Reinigung wiederholt werden.</li>\n</ol>\n<p>Effizient und reproduzierbar können Proben mit einer automatischen Reinigungsstation, wie Lavamin, gereinigt werden</p><h2>Elektrolytisches Polieren von Titan und Titanlegierungen: schnelle Alternative zum mechanischen Polieren</h2><p>Eine nützliche Option kann das elektrolytische Polieren sein, besonders wenn schnelle Ergebnisse gewünscht sind. α-Legierungen, die ein homogenes Gefüge haben, sind besonders zum elektrolytischen Polieren geeignet, aber auch α-β-Legierungen können elektrolytisch poliert werden.<br><br>Das elektrolytische Polieren von Titan und seinen Legierungen eignet sich besonders aus folgenden Gründen:</p>\n<ul>\n<li>Schnelligkeit der Ergebnisse (insbesondere bei Reintitan, das normalerweise lange Polierzeiten verlangt)</li>\n<li>Einfache Durchführung</li>\n<li>Gute Reproduzierbarkeit</li>\n<li>Keine mechanische Verformung auf der Probenoberfläche</li>\n</ul>\n<p>Zum elektrolytischen Polieren muß die Probenoberfläche bis mindestens zur Körnung <a href=\"https://e-shop.struers.com/US/EN/products/Grinding/SiC_Grinding_Papers?sortById=1&amp;filter=#1200\" rel=\"noopener noreferrer\">1200</a> vorgeschliffen werden. Nach dem elektrolytischen Polieren kann die Probe mit polarisiertem Licht betrachtet oder chemisch geätzt werden.</p>\n<p>Tabelle 3:<img src=\"/files/struers-file-bde7d16f718db870f492476f/table-3_897bcdbd.jpg\" alt=\"Titan\" width=\"500\" height=\"376\" loading=\"lazy\"><br><br>Allgemeine elektrolytische Präparationsmethode für Reintitan und Titanlegierungen.</p>\n<p><em>Weitere Informationen</em></p>\n<ul>\n<li>Mehr Informationen, Wissen und Know-how finden Sie in unserem Abschnitt über <a href=\"https://www.struers.com/de-DE/Knowledge/Grinding-and-polishing\" rel=\"noopener noreferrer\">Schleifen und Polieren</a>.</li>\n<li>Hier finden Sie unser Angebot an <a href=\"https://www.struers.com/de-DE/Products/Grinding-and-Polishing/Grinding-and-polishing-equipment\" rel=\"noopener noreferrer\">Schleif- und Poliermaschinen</a>.</li>\n<li>Bestellen Sie <a href=\"https://www.struers.com/de-DE/Products/Grinding-and-Polishing/Grinding-and-polishing-consumables\" rel=\"noopener noreferrer\">Verbrauchsmaterialien</a>  und <a href=\"https://www.struers.com/de-DE/Products/Grinding-and-Polishing/Accessories\" rel=\"noopener noreferrer\">Zubehör</a>  für das metallographische Schleifen und Polieren.</li>\n</ul><h2>Ätzen von Titan und Titanlegierungen</h2><p>Die Probenoberfläche eines gut polierten Titanschliffs kann im ungeätzten Zustand im polarisierten Licht betrachtet werden. Der Kontrast bei dieser Beleuchtungsart ist nicht immer ausgeprägt, aber geeignet um zu kontrollieren ob die Politur ausreichend ist.<br><br>Die am häufigsten verwendete Ätzung für Titan ist die nach Kroll:</p>\n<ul>\n<li>100 ml Wasser</li>\n<li>1–3 ml Flusssäure</li>\n<li>2–6 ml Salpetersäure</li>\n</ul>\n<p>Die Konzentration kann je nach Legierung variieren und kann dementsprechend angepasst werden. Die β-Phase wird dabei dunkelbraun gefärbt.<br>Mit der Ätzung nach Weck kann Titan auch farbgeätzt werden:</p>\n<ul>\n<li>100 ml Wasser</li>\n<li>5 g Ammoniumbifluorid</li>\n</ul>\n<p><a href=\"/files/struers-file-b323adb390fe72584d3c5044/titanium.pdf\" rel=\"noopener noreferrer\">Laden sie die application note mit präparationsmethoden herunter</a></p><h2>Zusammenfassung</h2><p>Titan ist ein sehr zähes Metall mit hoher Festigkeit bei geringem Gewicht und ausgezeichneter Korrosionsbeständigkeit und Bioverträglichkeit. Es wird insbesondere in der Luft- und Raumfahrt sowie in der chemischen und medizintechnischen Industrie verwendet, wo Sicherheit und Qualitätskontrolle höchsten Stellenwert haben.<br><br>Die Zähigkeit von Titan verlangt eine bestimmte metallographische Präparation mit speziellen Trennscheiben zum Trennen und einem chemisch-mechanischen Polieren mit einer Mischung aus Wasserstoffperoxid und Siliziumdioxid. Diese Poliermethode ergibt auf automatischen Geräten gleichmäßig gute und reproduzierbare Ergebnisse.</p>\n<h2>Erfahren Sie mehr über andere Werkstoffe</h2>\n<p>Wenn Sie mehr über die Materialographie anderer Metalle und Werkstoffe erfahren möchten, können Sie sich auf unserer <a></a><a href=\"https://www.struers.com/de-DE/Knowledge/Materials\" rel=\"noopener noreferrer\">Seite über Werkstoffe</a> informieren.</p><p><a></a>Alle Abbildungen von Birgitte Nielsen, Anwendungsspezialist, Dänemark<br>Detailliertere Informationen über die metallographische Präparation von Titan<a></a><span> </span><a href=\"https://www.struers.com/de-DE/Knowledge/Application-specialists\" rel=\"noopener noreferrer\">erhalten Sie von unseren Anwendungsspezialisten</a>.</p><h2>Metallographie von Titan und Titanlegierungen verstehen | Struers.com</h2><p>Hier finden Sie alles, was Sie über die Metallographie von Titan und Titanlegierungen wissen müssen, insbesondere Anleitungen für die metallographische Präparation und Gefügeanalyse. Nutzen Sie dabei die langjährige Erfahrung von Struers, dem weltweit führenden Experten für die materialographische Prüfung.</p>",
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