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POLISHX/Metallographisches Ätzen verstehen
Product & technical reference

Metallographisches Ätzen verstehen

Erfahren Sie, wie Sie mit Erfahrung, Ratschläge und Know-how von Struers, dem weltweit führenden Experten für die materialographische und metallographische Prüfung, das Ätzen richtig einsetzen, um das Mikro- oder Makrogefüge Ihrer metallographischen Proben besser sichtbar zu machen.

Product & technical referenceStruersChemical & special polishing

Technical profile

Manufacturer / publisherStruers
LanguageDeutsch
CategoryChemical & special polishing
Updated2026-10-17
Struers published content
Source: https://www.struers.com/en/de-de/knowledge/etching · Original publication: 2026-09-25. Manufacturer claims and terminology are reproduced as source material.Explore Technical knowledge ↗

Ätzen

Ätzen ist ein chemischer oder elektrolytischer Prozess nach dem metallographischen Schleifen und Polieren.

Ätzen in der Materialographie übt einen kontrollierten Einfluss auf die Oberflächenrauheit oder die optischen Eigenschaften an den Korngrenzen, Phasen sowie Kornoberflächen aus und ermöglicht eine mikroskopische Untersuchung sowie einen zusätzlichen Einsatz von optischen Filtern im Mikroskop.

Die Präparation vor dem Ätzprozess muss an das Ziel der Untersuchung angepasst werden.

Ätzen in der Praxis

Schritte zur Auswahl der Methode:

  • Die Oberfläche des Werkstücks muss zu Beginn poliert werden, um eine glatte Oberfläche ohne Kratzer oder Verformungen zu erhalten.
  • Dann wird das für den Werkstoff passende Ätzmittel gewählt. Eine Liste der am häufigsten verwendeten Ätzmittel ist der Literatur zu entnehmen.
  • In bestimmten Fällen lässt sich der Kontrast zusätzlich zum chemischen Ätzen durch Mikroskopfilter erhöhen. Dies wird als optisches Ätzen bezeichnet.
  • Beim elektrolytischen Ätzen gilt es, den geeigneten Elektrolyten, die passende Spannung und die beste Einwirkzeit zu wählen.

Materialien und Ätzmittel

Dies sind nur einige Beispiele aus dem breiten Sortiment der möglichen Ätzmittel.

Alkoholische Salpetersäure

Farb-Ätzmittel (Beraha, Lichtenegger), mit V2A-Lauge oder Adler-Ätzmittel mit Salzsäure

Elektrolytisches Ätzen mit Oxalsäure

Barker

Variationen des Klemm-Reagenz

Arten des Ätzens

Ätzen kann auf verschiedene Arten erfolgen, wie nachfolgend beschrieben.

Beim chemischen Ätzen wird die präparierte Probe, die in der Regel zuvor geschliffen (Makroätzung) oder feinpoliert (Mikroätzung) wurde, vollständig in eine Ätzflüssigkeit (Ätzmittel) eingetaucht.
Nach der Makroätzung lässt sich eine Probenoberfläche mit dem bloßen Auge oder einem Vergrößerungsglas (bis zu 25-fache Vergrößerung) untersuchen. Die Mikroätzung ermöglicht eine mikroskopische Prüfung mit bis zu 1000-facher Vergrößerung (Lichtmikroskop) oder mehr (Elektronenmikroskop).

Beim Lösungsätzen werden insbesondere Korngrenzen, Oberflächen oder Phasen angegriffen.
Bei der Farbniederschlagsätzung (oder einfach Farbätzung) bildet sich auf der Oberfläche eine dünne Schicht mit einer bestimmten Dicke, die von der chemischen Zusammensetzung oder der Kornorientierung abhängig ist.

Das elektrolytische Ätzen setzt ein homogenes, leitfähiges Werkstück voraus. Für das erforderliche vorausgehende Polieren der Oberfläche reicht ein kurzes mechanisches Anschleifen und Anpolieren aus. Die resultierende Oberfläche ist planer, kann aber immer noch Verformungen und/oder Kratzer aufweisen. Beim elektrolytischen Polieren treten weniger Verformungen auf, es führt aber zu Kantenabrundungen und möglicherweise zum Auswaschen von Phasen.

Das elektrolytische Ätzen erfolgt nach denselben Grundsätzen wie das chemische Ätzen, abgesehen davon, dass sich die Probe als Anode in einer galvanischen Zelle befindet, was den Abtrag von Material von der Probenoberfläche bewirkt. Bei speziellen Untersuchungen von Aluminiumwerkstoffen kann eine Flüssigkeit, die beim elektrolytischen Ätzen eine anodische Schicht auf einer gut polierten Probenoberfläche bildet, aufgetragen und unter polarisiertem Licht untersucht werden (Ätzen nach Barker).

Ätzen von rostfreien Stählen

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Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen dienen nur zu Schulungs- und Informationszwecken. Wir sind stets bemüht, Genauigkeit zu gewährleisten, die entsprechenden Verfahren und Empfehlungen können jedoch je nach Anwendung und unternehmens-/länderspezifischen Umständen variieren. Wir empfehlen die Beratung durch einen qualifizierten Fachmann, die auf Ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten ist, sowie die Beachtung der Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinien Ihres Unternehmens bei der Verwendung von Chemikalien, einschließlich Ätzmittel. Struers haftet nicht für Maßnahmen, die auf der Grundlage der hier bereitgestellten Informationen ergriffen werden.

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