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POLISHX/Metallographisches Warmeinbetten verstehen
Product & technical reference

Metallographisches Warmeinbetten verstehen

Profitieren Sie von Erfahrung, Ratschlägen und Know-How von Struers, dem weltweit führenden Experten für die materialographische und metallographische Prüfung, um Ihre Warmeinbettprozesse, von der Wahl des Einbettmittels bis zur Handhabung von temperaturempfindlichen Proben, zu verbessern.

Product & technical referenceStruersLapping, honing & superfinishing

Technical profile

Manufacturer / publisherStruers
LanguageDeutsch
CategoryLapping, honing & superfinishing
Updated2026-10-17
Struers published content
Source: https://www.struers.com/en/de-de/knowledge/mounting/hot-mounting · Original publication: 2026-07-27. Manufacturer claims and terminology are reproduced as source material.Explore Technical knowledge ↗

Warmeinbetten in der Praxis

Vorbereitungsarbeiten

  • Proben reinigen
    Die Proben müssen vor dem Einbetten gereinigt werden, um die Haftung des Einbettmittels zu verbessern. Am besten eignen sich dafür Aceton oder zumindest Ethanol. Auch die Reinigung in einem Ultraschallbad kann erforderlich sein. Anschließend müssen die Proben sorgfältig getrocknet werden. Gereinigte Proben werden nur mit Handschuhen oder Pinzette berührt.
  • Der Durchmesser der Probe wird an den des Zylinders angepasst, wobei der Abstand zur Zylinderwand etwa 3-5 mm betragen sollte.
  • Auch die Höhe der Probe wird angepasst, wobei die endgültige Höhe der Einbettung etwa 20 mm beträgt.
  • Abschließend wird das geeignetste Warmeinbettmittel gewählt.

Warmeinbettprozess

Kleine, dünne Proben können beim Warmeinbetten mithilfe von Einbettfedern festgehalten werden.

Die saubere, trockene Probe wird in einen Einbettzylinder in einer Warmeinbettpresse gelegt und ein geeignetes Einbettmittel zugegeben. Das Einbetten erfolgt bei einer Temperatur von etwa 180 °C mit einem Druck von etwa 250 bar. Um die Einbettzeit so weit wie möglich zu verkürzen, wird mit Wasser gekühlt.

Warmeinbettmittel:

Duroplastische Einbettmittel härten bei erhöhten Temperaturen. Zur Vermeidung von porösen, uneinheitlichen Einbettungen muss der richtige Druck gewählt und konstant angelegt werden. Nach dem Aushärten der Einbettung kann die Probe nur durch Zerstörung der Einbettung entfernt werden.

Thermoplastische Einbettmittel sind weicher bzw. schmelzen bei erhöhten Temperaturen und härten beim Abkühlen aus. Diese Einbettmittel eignen sich insbesondere für druckempfindliche Proben. Das Einbettmittel wird zunächst erwärmt. Sobald es weich ist, wird der gewünschte Druck angelegt. Dadurch wird sichergestellt, dass das Einbettmittel auch in Poren und Risse eindringt.

Thermoplastische Einbettmittel können mehrmals aufgeschmolzen werden.

Bei porösen und/oder temperaturempfindlichen Proben, wie Mineralien oder elektronischen Komponenten, ist es häufig vorteilhaft, das Einbettmittel vor dem Anlegen von Druck vorzuwärmen. Das Vorwärmen ist auch bei thermoplastischen Einbettmitteln empfehlenswert.

Im Sensitiv Modus erfolgt das Erwärmen in zwei Schritten – Vorwärmen und Erwärmen – wobei der Druck nur im zweiten Schritt angelegt wird.

Bei allen Einbettmitteln kann die Temperatur der Einbettung auf ein Minimum von 150 °C verringert werden. Diese Möglichkeit ist insbesondere bei temperaturempfindlichen Werkstoffen vorteilhaft. Bei niedrigerer Temperatur muss die empfohlene Heizzeit entsprechend verlängert werden.

Eine eingebettete Probe kann scharfe Kanten aufweisen, die die Präparationsoberfläche beschädigen können. Dem kann mit einem Unterstempel mit angefastem Rand entgegengewirkt werden. Damit wird auch das Risiko von Schäden am Zylinder der Einbetteinheit durch harte Proben eliminiert.

Wahl des Einbettmittels/Auswahlhilfe

Die Wahl des Einbettmittels ist für den Erhalt der gewünschten Ergebnisse und die Erfüllung der Einbettanforderungen sehr wichtig.

Diese Auswahlhilfe enthält ausführliche Informationen, Ratschläge und Tipps zu den verschiedenen Warmeinbettmitteln. Zur Anwendungshilfe Warmeinbetten

  Sonderanwendungen Randschärfe/allgemeine Verwendung
Name des Einbettmittels

ClaroFast

CitoFast

ConduFast

PolyFast

DuroFast

LevoFast

PuriFast

MultiFast

Application

Transparenz

Kristallklare Einbettungen eignen sich für Proben mit Poren, Hohlräumen oder Leerstellen. Kann in einer gemischten Einbettung als Isolator für die elektrolytische Präparation oder als Rückfüllung für die Etikettierung verwendet werden.

Schnell

Schnellstes Warmeinbettmittel auf dem Markt. Am besten geeignet für weiche Materialien oder als „Träger“ für andere Harze, wenn es auf Schnelligkeit ankommt.

Leitfähig

Leitfähiges Einbettmittel, das bei elektrolytischem Polieren und Ätzen relevant ist.

SEM-Analyse

Kohlenstofffüllstoff ermöglicht die SEM-Untersuchung und bietet sehr geringe Schrumpfung und hohe Abtragsrate.

Randschärfe

Hervorragende Randschärfe für harte und mittelharte Materialien mit sehr geringem Risiko von Spalten.

Randschärfe

Hervorragende Randschärfe für mittelharte und weiche Materialien mit sehr geringem Risiko von Spalten.

Staubfrei

Keine Gesundheitsgefahren und staubfrei. Empfohlen für weiche bis mittelharte Werkstoffe

Routineuntersuchungen

Einbettmittel vom Bakelittyp zur Routineuntersuchung von weichen bis mittelharten Materialien oder als Rückfüllung. In drei Farben erhältlich.

Schrumpfungsgrad Niedrig Niedrig Niedrig Sehr niedrig Sehr niedrig Sehr niedrig Mittel Mittel
Randschärfe Mäßig Mäßig Mäßig Gut Ausgezeichnet Ausgezeichnet Mäßig Gut
Abtragsrate Hoch Hoch Hoch Hoch Niedrig Hoch Hoch Mittel
Härte der Einbettung 81 Shore D 86 Shore D 76 Shore D 87 Shore D 86 Shore D 88 Shore D 62 Shore D 87 Shore D
Einbettzeit* (inkl. Aufheizen) 10,5 min 3,5 min 5 min 5 min 5,5 min 5,5 min 5 min 5 min

Fehlersuche und -behebung – Warmeinbetten

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Metallographisches Warmeinbetten verstehen | Struers.com

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